Definition
Die WADA (World Anti-Doping Agency, dt. Welt-Anti-Doping-Agentur) ist eine 1999 in Lausanne gegründete unabhängige Organisation. Sie veröffentlicht und pflegt den WADA-Code — die international gültige Liste verbotener Substanzen und Methoden im Leistungssport — und überwacht dessen Einhaltung weltweit.
Aufgaben
- Pflege der Verbotsliste (jährlich aktualisiert)
- Akkreditierung der nationalen Anti-Doping-Labore
- Festlegung der Test-Standards (in-Competition + out-of-Competition)
- Sanktionsrahmen bei nachgewiesenen Verstößen (typisch: 4-Jahres-Sperre für vorsätzliches Doping)
- Athletes' Biological Passport (ABP) als langzeit-basiertes Profiling
Verhältnis zu den Enhanced Games
Die Enhanced Games erkennen den WADA-Code nicht an. Im Gegenteil: das Konzept beruht auf der bewussten Abkehr von WADA-Standards zugunsten transparenter, ärztlich begleiteter Substanzanwendung. Die WADA und ihre nationalen Schwester-Organisationen (USADA, NADA Deutschland) haben die Enhanced Games dementsprechend scharf kritisiert.
Athleten, die bei den Enhanced Games antreten, riskieren in vielen Sportverbänden lebenslange Sperren für die Rückkehr in WADA-konforme Wettbewerbe. Diese Konsequenz ist Teil der publizierten Aufklärung und gehört zur Athleten-Entscheidung.
Siehe auch: D'Souza-Kritik am IOC.
